
Die Ostsee, ein Überblick über Küsten und Städte
Die Ostsee ist eine der beliebtesten Ferienregionen Deutschlands. Die wenigsten Besucher wissen aber Details über sie, daher haben wir uns von Hotels Ostsee bemüht, einige Fakten zusammenzufassen.
Die Ostsee reicht vom Nordosten Mitteleuropas über das Baltikum nach Nordskandinavien. Im Englischen ist das Baltikum namensgebend, die Ostsee wird dort Baltic Sea genannt. Auch im Deutschen spricht man gelegentlich vom Baltischen Meer. Das Wasser der Ostsee bedeckt eine Fläche die größer als die der Staaten Deutschland und Dänemark ist. Da sie mit der Nordsee und damit mit dem Atlantik nur über eine schmale Meerenge verbunden ist, spricht man auch von einem Binnenmeer.

Das Kattegatt wird gerne der Ostsee zugeschlagen, ist aber genau genommen nicht Teil dieser Region. Anrainerstaaten der Ostsee sind Deutschland, Polen, Rußland, Litauen, Lettland, Estland, Finnland, Schweden und Dänemark. Bekannte Flüsse, die in die Ostsee münden sind Oder, Weichsel und Memel. Eines der auffälligsten Merkmale der Ostsee ist ihr niedriger Salzgehalt (0,3 - 1,7%). Ursächlich hierfür ist die geringe Verdunstung und der hohe Süßwassereintrag. Mit 52 m Durchschnittstiefe ist die Ostsee nicht sonderlich tief, ihre tiefste Stelle aber ist das Landsorttief bei Gotland und beträgt immerhin 459 m Tiefe.
Die Ostsee wird meist in vier Hauptbereiche gegliedert: Beltsee (Dänische Inseln bis Rostock), eigentliche Ostsee, Nordöstliche Ostsee (Finnischer Meerbusen) und wenn man es dazu zahlt, das Kattegat. Im Bereich der Ostsee-Anrainer sind verschiedene Klimazonen zu verzeichnen, der Süden zählt zur gemäßigten Zone, im Bereich der dänischen Inseln noch mit maritimen Einfluß. Nach Osten hin wird es kontinentaler bis hin zum borealen Nadelwaldklima am Bottnischen Meerbusen.
In den letzten Jahren wurde festgestellt, dass das Klima im Ostseebereich stärker von der Erderwärmung betroffen ist, als in anderen Regionen. Generell sollte man besonders in Anbetracht der Anzahl der Sonnenstunden pro Jahr die Ostseeregion nicht unterschätzen, so gilt Usedom mit durchschnittlich über 1.900 Sonnenstunden pro Jahr als die sonnenreichste Gegend Deutschlands. Auch die schwedische Insel Gotland ist bekannt für ihre vielen Sonnenstunden und daher besonders beliebt.
Die Ostsee ist ziemlich reich gesegnet mit Inseln und kleineren Eilanden. Bekannteste deutsche Inseln sind Rügen, Usedom und Fehmarn. Außerdem natürlich die Rügen vorgelagerte Insel Hiddensee. Usedom gehört zu einem kleinen Teil zu Polen und befindet sich in Nachbarschaft zur polnischen Insel Wolin (Wollin). Die großen Inseln Gotland und Öland zählen zu Schweden, während die Aland-Inseln zwar schwedischsprachig sind, aber zu Finnland gehören. Estland besitzt mit Saaremaa und Hiiumaa ebenfalls nennenswerte Inseln. Bekannte dänischen Inseln in der Ostsee, die noch dazu den Schwerpunkt der Besiedlung des Landes darstellen, sind u.a. Seeland, Fünen, Lolland, Falster, Bornholm, Als und Langeland. Kopenhagen, die Hauptstadt Dänemarks liegt auf Seeland. Hier findet man überall schöne Ostsee Ferienhäuser.
Aufgrund der besonderen Lage verfügt die Ostseeregion über vielfältig Küstenregionen, die alle ihre besonderen landschaftlichen Reize haben. Wichtige Faktoren, die die Landschaft beeinflussen bzw. beeinflusst haben, waren die Gletscherbewegungen während und nach der Eiszeit, sowie die Lage in der Westwindzone. Die Fördenküsten bei Flensburg und in Dänemark sind ehemalige Gletschertäler, die Schärenküsten sind aus dem Wasser ragende Kuppen ehemaliger Landspitzen. Durch die Landhebung entstehen laufend weitere Inseln. Weitere Küstenformen sind die Boddenküste in Vorpommern, die Haffküste zwischen Gdansk (Danzig) und Klaipeda (Memel). Die Buchtenküste (Kieler Bucht, Lübecker Bucht)sowie die relativ gerade verlaufende Ausgleichküste von Szczecin (Stettin) nach Gdansk (Danzig) und in Lettland runden das Küstenbild der Ostsee ab.
Die Ostsee wurde bereits in der Antike im Werk Germania des Tacitius als Mare Suebicum erwähnt. Es bestanden bereits Handelswege für Felle, Pelze und Bernstein nach Rom. Auch im Mittelalter kreuzten sich in der Ostsee Handels- und Verkehrswege. In der Hanse schlossen sich Städte wie Lübeck, Rostock, Stralsund, Danzig, Riga und Königsberg zu einem wirtschaftlichen Bund zusammen.
Im Dreißigjährigen Krieg mischte Schweden mit und es gelang den Schweden, Teile Deutschlands wie Schwedisch-Pommern unter ihre Kontrolle zu bringen. Die Nordischen Kriege zwischen Schweden und Rußland ermöglichten als Folge Rußland den Zugang zur Ostsee. Zar Peter der Große baute an der Newa die neue Hauptstadt Sankt Petersburg, die das Land näher nach Europa brachte. Auch im 20. Jahrhundert schrieb die Ostseeregion Geschichte, besonders gegen Ende des Ersten Weltkrieges wurde es brisant.
In Kronstadt, der Insel vor Sankt Petersburg gab es einen Matrosenaufstand gegen die russische Revolutionsregierung. In Kiel und Flensburg weigerten sich die Matrosen 1918 zu weiteren Schlachten auszulaufen und starteten einen Aufstand, der späten auch in ganz Deutschland zur Revolution führte. Auch im Zweiten Weltkrieg wurden einige Flotten- und U-boot Kämpfe zwischen deutschen und sowjetischen Verbänden ausgetragen. Gegen Ende des Krieges flüchtete die deutsche Bevölkerung der Ostgebiete nach Westen, auch über die Ostsee. Am 30. Januar 1945 legte daher die Wilhelm Gustloff mit tausenden Flüchtlingen (ca. 10.000) an Bord Richtung Westen ab und wurde später von einem sowjetischen U-Bott gesichtet und versenkt. Es konnten nur wenigen Passagiere gerettet werden. Dies ist bis heute nach Menschenleben die größte Schiffskatastrophe in der Geschichte.
Aber auch in neuerer Zeit ereigneten sich tragische Schiffsunglücke wie am 28. September 1994 als mit dem Untergang der M/S Estonia auf der Strecke zwischen Tallin und Stockholm 852 Menschen nahe der Aland-Inseln den Tod fanden.
Aber zurück in die Gegenwart. Heute ist die Ostsee in vielerlei Hinsicht eine der interessantesten europäischen Regionen. Nicht weniger als fünf Hauptstädte nämlich Kopenhagen, Stockholm, Helsinki, Riga und Tallin liegen an ihren Ufern. Diese Städte sind nicht nur die kulturellen und wirtschaftlichen Mittelpunkte ihrer Länder, sondern auch touristische Highlights und allesamt geeigent für Städtetouren. Aber es sind nicht nur die Hauptstädte, die anziehend sind.

Kiel, Lübeck, Flensburg, Sassnitz, Rostock, Wismar, Stralsund oder das Seebad Warnemünde sind alle eine Reise wert. Sie sind zum Teil bedeutende Hafen-, Handels- und Werftstandorte oder touristische und kulturelle Anziehungspunkte. Auch das ehemalige Königsberg (heute Kaliningrad) ist heute wieder zu bereisen. Sie hat einiges an Geschichte zu bieten und wird heute auch als Zentrum der russischen Bernsteinküste beworben.
Die Faszination Ostsee mit ihren lieblichen und fast endlosen weissen Stränden, wo der Wald oft bis zum Strand reicht ist, ungebrochen. Dazu interessante Städte mit Geschichte und Kultur, die untereinander gut verbunden sind. Die Fährverbindungen von Travemünde nach Trelleborg oder von Rostock nach Trelleborg oder Helsinki sind genauso eine Alternative wie die Öresundbrücke von Kopenhagen nach Malmö. Alternativ kann man auch an Ostseekreuzfahrten teilnehmen und z.B. Gdansk, Riga, Helsinki, Sankt Petersburg oder Stockholm besuchen.
Wer allerdings nicht unbedingt immer ins Ausland reisen muss, der wird sicherlich auch schon an der deutschen Ostsee fündig. Rügen und Usedom bieten fantastische Strände und Sehenswürdigkeiten. Aber auch das Festland steht hier nicht nach, außerdem ist die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst ein Tipp. Zahlreiche Ostseebäder reichen sich wie Perlen die Küste entlang, wie z.B. Heiligenhafen, Timmendorfer Strand, Boltenhagen, Heiligendamm und Nienhagen. Graal-Müritz ist sogar Ostseeheilbad. Ob zu Kaiserszeiten, DDR oder heute: Ostseeurlaub war immer im Trend.
Die Berliner wussten schon immer die Vorzüge der Ostsee vor ihrer Haustüre zu schätzen, aber es kommen auch mehr und mehr Besucher aus anderen Regionen im In- und Ausland auf den Geschmack. Übrigens gibt es mittleweile auch interessante Angebote für Behinderte an der Ostsee, Behindertenreisen Ostsee informiert hierüber. Ferienhäuser in Skandinavien gibt es bei Skandinavien Ferienhäuser, wohnen kann man natürlich auch in Ferienwohnungen.