
Informationen und Bilder von der polnischen Ostsee
Die polnische Ostsee reicht von der Region nördlich von Stettin (Szczecin), dem "Stettiner Haff" bis in den Südwesten von Königsberg (Kaliningrad), der Region "Frisches Haff".
Wollin (Wolin) ist bereits der erste Einstieg in die polnische Ostseeregion. Hier in Hinterpommern ist man nur 60 km von Stettin entfernt. Die Insel Wolin hat u.a. mit Misdroy (MiÄ™dzyzdroje) eines der bekanntesten polnischen Seebäder zu bieten. Der Ort ist besonders im Sommer beliebt und hat herrliche Strände. Wolin ist außerdem bekannt für seinen Nationalpark, wo es noch Wisente zu sehen gibt. Der Ort Kalkofen (Wapnica) lohnt mit seinem türkisfarbenen See ebenfalls einen Besuch. Weitere Ziele sind Lubin (Lebbin) und die Stadt Wolin.
Etwas weiter richtung Osten trifft man auf den Badeort Poberow (Pobierowo), der Ort hat einen feinsandigen Badestrand und ist, wie so oft an der Ostsee, sehr waldreich. Bekannteste Badeort an Polens Ostseeküste dürfte sicherlich Kolberg (Kolobrzeg) sein. Die Stadt in Westpommern hat fast 50.000 Einwohner und ist anerkanntes Sol- und Kurbad. An einer kleinen Quelle kann man hier sogar salzhaltiges Heilwasser abfüllen. Kolberg hat neben Stränden, einer 220m langen Seebrücke und Sommertourismus auch eine sehenswerte Altstadt, eine Burganlage, den Dom (Marienbasilika) und viele kleinere Kirchen und Museen zu bieten. Die Stadt ist im Sommer voller Leben und sicherlich ein interessantes Urlaubsdomizil.
Eine besondere Landschaft endeckt man unweit der Ostsee weiter richtung Osten, Kaschubien. Benannt wurde die Region nach den Kaschuben, einem eigenen westslawischen Volk mit eigener Sprache, schönen Trachten und Traditon, die Minderheitenschutz in Polen genießt. Historisch spricht man auch von der Region Pommerellen. Das interessante Hügelland hat seinen höchsten Punkt bei 331 m südwestlich von Danzig (Gdansk). Diese schöne Region nennt man auch die kaschubische Schweiz. Ansonsten ist Kaschubien ein Hügelland mit vielen ruhigen Seen.
Auch Danzig liegt noch im einstigen Pommerellen und ist mit den Nachbarstädten Gdingen (Gdynia) und dem Ostseebad Zoppot (Sopot) ein Großraum mit mehr als 1 Mio. Einwohner. Die ehemalige Hansestadt kann auf eine bewegende Geschichte zurückblicken und war auch Ausgangspunkt der Solidarnosc. Diese Gewerkschaft entstand aus einer regimekritischen Streikbewegung und war massgeblich beteiligt an der Wende 1989. In Danzig hat man der Solidarnosc auch ein Denkmal gesetzt. Es gibt zahlreiche historische Gebäude und Denkmäler in Danzig zu bewundern wie das Krantor und das Grüne Tor, das Langgasser Tor, das Rathaus, das Große Zeughaus, den Markt und verschiedene Kirchen wie etwa die Marienkirche. Von der Marienkirche zum Frauentor verläuft die Frauengasse mit schönen Bürgerhäusern.
Weiter richtung Osten kommt man dann in die landschaftlich interessante Haffregion des Frischen Haffs. Die polnische Ostseeküste hat noch viele weitere kleinere Badeorte und Sehenswürdigkeiten zu bieten. Sie bietet sich auch insbesondere für schöne Radtouren an oder in Kombination mit Masuren und der Seenplatte.